Alle Artikel in: Nikolaus

Wie wollen wir leben? 7

Dr. Peter Hundertmark, Referent für Spirituelle Bildung im Bistum Speyer, hat sich angesichts der momentanen Situation Gedanken darüber gemacht, wie wir zukünftig leben wollen. Und dazu zwölf Anstöße formuliert, die zunächst jeweils ein kurzes Bibelwort anführen und dann Anstöße für ein betendes Nachsinnen geben. Er lädt ein, der Frage nachzugehen, was uns Gott jetzt sagen will, und die eigenen Gedanken zu notieren. Wie wollen wir künftig handeln, damit Menschen nicht aus ihrer Heimat flüchten müssen? Gott ist jetzt wohlwollend gegenwärtig. Bibel:So spricht Gott, der Herr: Genug, ihr Fürsten Israels! Beseitigt Gewalt und Unterdrückung! Sorgt für Recht und Gerechtigkeit! Hört auf, mein Volk von seinem Grund und Boden zu vertreiben – Spruch Gottes, des Herrn. (Ezechiel 45,9) Anstöße für ein betendes Nachsinnen:Zeit zum Träumen: Wie wäre eine Welt, in der alle Menschen in ihrer Heimat gut leben können? Wie wäre eine Welt, in der die Staaten miteinander nach dem Gemeinwohl für alle streben? „Recht und Gerechtigkeit“ sind Namen Gottes. Gott ist gerecht und steht für Gerechtigkeit. Das verpflichtet alle, die als Glaubende zu Gott gehören wollen. …

Wie wollen wir leben? 6

Dr. Peter Hundertmark, Referent für Spirituelle Bildung im Bistum Speyer, hat sich angesichts der momentanen Situation Gedanken darüber gemacht, wie wir zukünftig leben wollen. Und dazu zwölf Anstöße formuliert, die zunächst jeweils ein kurzes Bibelwort anführen und dann Anstöße für ein betendes Nachsinnen geben. Er lädt ein, der Frage nachzugehen, was uns Gott jetzt sagen will, und die eigenen Gedanken zu notieren. Wie wollen wir künftig unsere digitalen Werkzeuge – Suchmaschinen, Algorithmen, Social-Media-Plattformen… gestalten und kontrollieren? Gott ist jetzt wohlwollend gegenwärtig. Bibel:Und Jesus fügte hinzu: Der Sabbat ist für den Menschen da, nicht der Mensch für den Sabbat. Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat. (Markus 2,27-28) Anstöße für ein betendes Nachsinnen:Zeit zum Träumen: Wie wären die digitalen Welten und Möglichkeiten, so dass wir wirklich zufrieden und sicher wären? Wie wären digitale Welten und Möglichkeiten, so dass sie dem Frieden, der Freiheit, der Gerechtigkeit und dem Wohl aller Menschen dienen? Möglichkeiten, Regeln, Werkzeuge… sind für den Menschen, für alle Menschen da und nicht für den Profit, die Macht und Interessen einiger weniger. Gott …

Wie wollen wir leben? 5

Dr. Peter Hundertmark, Referent für Spirituelle Bildung im Bistum Speyer, hat sich angesichts der momentanen Situation Gedanken darüber gemacht, wie wir zukünftig leben wollen. Und dazu zwölf Anstöße formuliert, die zunächst jeweils ein kurzes Bibelwort anführen und dann Anstöße für ein betendes Nachsinnen geben. Er lädt ein, der Frage nachzugehen, was uns Gott jetzt sagen will, und die eigenen Gedanken zu notieren. Welchen Wert wollen wir künftig Mode, Shoppen und Konsum in unserem Leben geben? Gott ist jetzt wohlwollend gegenwärtig. Bibel:Euer himmlischer Vater weiß, was ihr braucht. Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. (Matthäus 6,32-33)Anstöße für ein betendes Nachsinnen:Zeit zum Träumen: Wie wäre es, wenn wir uns in unserem Einkaufsverhalten an Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und der Möglichkeit, kaputte Dinge auch wieder zu reparieren, orientieren würden, statt an schnellem „immer mehr“ und „immer neu“?   Das Gegenteil von Reich Gottes und Gerechtigkeit ist nicht Not und Verzicht auf lebenswichtige Güter. Gott weiß, was wir wirklich brauchen und wir können es auch herausfinden. Das Evangelium lädt …

Wie wollen wir leben? 4

Dr. Peter Hundertmark, Referent für Spirituelle Bildung im Bistum Speyer, hat sich angesichts der momentanen Situation Gedanken darüber gemacht, wie wir zukünftig leben wollen. Und dazu zwölf Anstöße formuliert, die zunächst jeweils ein kurzes Bibelwort anführen und dann Anstöße für ein betendes Nachsinnen geben. Er lädt ein, der Frage nachzugehen, was uns Gott jetzt sagen will, und die eigenen Gedanken zu notieren. Wie wollen wir künftig reisen und Urlaub machen? Gott ist jetzt wohlwollend gegenwärtig. Bibel:Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.  Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen. (Psalm 139,8-10) Anstöße für ein betendes Nachsinnen:Zeit zum Träumen: Wie wäre es, wenn wir mit Respekt für die Würde der Menschen, Kulturen und Traditionen, die wir besuchen, reisen würden? Wie wäre es, wenn alle ihre Weise Urlaub zu machen und Erholung zu suchen, an den natürlichen Grenzen unseres Planeten, seinen empfindlichen Öko-Systemen, seiner gefährdeten Artenvielfalt… messen …

Wie wollen wir leben? 3

Dr. Peter Hundertmark, Referent für Spirituelle Bildung im Bistum Speyer, hat sich angesichts der momentanen Situation Gedanken darüber gemacht, wie wir zukünftig leben wollen. Und dazu zwölf Anstöße formuliert, die zunächst jeweils ein kurzes Bibelwort anführen und dann Anstöße für ein betendes Nachsinnen geben. Er lädt ein, der Frage nachzugehen, was uns Gott jetzt sagen will, und die eigenen Gedanken zu notieren. Wie wollen wir künftig unsere nahen zwischenmenschlichen Beziehungen gestalten? Gott ist jetzt wohlwollend gegenwärtig. Bibel:Denn die Gebote: Du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht begehren!, und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes. (Römerbrief 13,9-10) Anstöße für ein betendes Nachsinnen:Zeit zum Träumen: Wie wäre es, wenn unser Zusammenleben durch und durch gut wäre? Wie wäre es, wenn die Liebe – Wohlwollen, Mitgefühl, Zuneigung, Hinwendung… – die Basis von allem wäre? Liebe ist das Gegenteil von Egoismus und Eigennutz. …

Wie wollen wir leben? 2

Dr. Peter Hundertmark, Referent für Spirituelle Bildung im Bistum Speyer, hat sich angesichts der momentanen Situation Gedanken darüber gemacht, wie wir zukünftig leben wollen. Und dazu zwölf Anstöße formuliert, die zunächst jeweils ein kurzes Bibelwort anführen und dann Anstöße für ein betendes Nachsinnen geben. Er lädt ein, der Frage nachzugehen, was uns Gott jetzt sagen will, und die eigenen Gedanken zu notieren. Wie wollen wir künftig international zusammenarbeiten? Gott ist jetzt wohlwollend gegenwärtig. Bibel:Jesus zu Petrus: Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Schwestern und Brüder. (Lukas 22,32) Anstöße für ein betendes Nachsinnen:Zeit zum Träumen: Wie wäre es, wenn die Menschen, Gruppen, Nationen…, die gerade haben, die stärken und denen beistehen, die gerade nicht haben? Wie wäre es, wenn alle über alle Grenzen hinweg das Gemeinwohl für alle suchen? Unser Glaube macht Bekehrung möglich. Gott gibt uns die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen. Gott sieht die Menschen als Geschwister, die miteinander leben und füreinander einstehen sollen. Wir könnten das … angehen! Ja, …

Wie wollen wir leben? 1

Dr. Peter Hundertmark, Referent für Spirituelle Bildung im Bistum Speyer, hat sich angesichts der momentanen Situation Gedanken darüber gemacht, wie wir zukünftig leben wollen. Und dazu zwölf Anstöße formuliert, die zunächst jeweils ein kurzes Bibelwort anführen und dann Anstöße für ein betendes Nachsinnen geben. Er lädt ein, der Frage nachzugehen, was uns Gott jetzt sagen will, und die eigenen Gedanken zu notieren. Dr. Hundertmark möchte ausdrücklich, dass seine Anstöße veröffentlicht und auch weitergegeben werden. Hier kannst Du seine Einleitung und den ersten Anstoß lesen. Wenn Du magst, kannst Du ja Deine Gedanken als Kommentar hier einfügen. Die Menschheit – und mit ihr das ganze gemeinsame Haus Erde – steht an einer Weggabelung. Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat es schneller und brutaler sichtbar gemacht, als alle wissenschaftlichen Studien zu Klimaveränderung, sozialen Verwerfungen, Artensterben, Fluchtursachen… es vermocht hätten. Noch aber können wir viele Entwicklungen steuern. Wir können träumen, nachdenken, auf Gott hinhorchen, miteinander aushandeln, auf den Weg bringen …, wie wir künftig leben wollen. Diese … „Anstöße“ sind parteiisch. Sie folgen in ihrer Ausrichtung der katholischen Soziallehre, der …

Getröst, getröst, wir sind erlöst!

Getröst, getröst, wir sind erlöst!

Getröst, getröst, wir sind erlöst! So lautet der Titel eines Buchs von  Joseph Wittig, das von den Osterzeiten des Lebens erzählt und 1932 erschien. Wer war Joseph Wittig? Joseph Wittig, 1879 in Neusorge, Grafschaft Glatz, geboren, studierte Theologie, promovierte und habilitierte sich, wurde 1903 zum Priester geweiht und 1915 zum ordentlichen Professor für Kirchengeschichte, Patrologie und kirchliche Kunst an der Theologischen Fakultät der Universität Breslau ernannt. Im Jahr 1922 erregte sein Aufsatz „Die Erlösten“, in dem er die offizielle kirchliche Auslegung der Sünde und Beichte kritisierte, in ganz Deutschland Aufsehen und führte zu Protest der vorgesetzten kirchlichen Behörde. Sein „Herrgottswissen“, „Kirche im Waldwinkel“ und „Das Leben Jesu in Schlesien, Palästina und anderswo“ wurden trotzdem von katholischen und protestantischen Lesern begeistert aufgenommen. Aber die Auseinandersetzungen mit der Amtskirche führten schließlich zur Indizierung vieler seiner Schriften und nach der Beurlaubung an der Universität schließlich auch zur Exkommunikation im Jahre 1926. Trotz der Ausschließung aus der Kirchengemeinschaft, die zwanzig Jahre später wieder aufgehoben wurde, blieb er der katholischen Kirche treu. Seine theologische Tätigkeit drückte sich außer im schriftstellerischen …

Vom Holz herab herrscht unser Gott!

Venantius Fortunatus, der an der Schwelle von der Spätantike zum frühen Mittelalter lebte, hat neben verschiedenen Heiligenlegenden vor allem liturgische Hymnen verfasst. Einer dieser Hymnen begleitet uns im Stundengebet der Karwoche und erklang zunächst in der ersten Vesper des Palmsonntags: „Vexilla regis prodeunt“ – „Ein Königs siegt, sein Banner glänzt.“ Dieser Hymnus offenbart das Paradoxe, das wir in der Karwoche meditieren: Leiden und Tod Jesu Christi, um dann an Ostern seine Auferstehung zu feiern. Gerade in der augenblicklichen Situation kann dieser Hymnus Mut machen. Ein König siegt, sein Banner glänzt:Geheimnisvoll erstrahlt das Kreuz,an dessen Balken ausgerechtim Fleisch des Fleisches Schöpfer hängt. So lautet die erste Strophe dieses Hymnus in der Übersetzung des Benediktinischen Antiphonales. Das Königsbanner, das in der ersten Zeile genannt wird, verweist auf die Königsherrschaft Christi. Diesen Christus verehren wir als wahren Gott und wahren Mensch. Darum sagt der Dichter, dass des Fleisches Schöpfer als Mensch an diesem Kreuz hängt. Geschunden hängt der heil’ge Leib,vom scharfen Speere roh durchbohrt;uns rein zu waschen von der Schuld,strömt Blut und Wasser von ihm aus. Blut und …

Wie ist das mit dem Reich Gottes?

Welches Verhältnis unterhält das Abendland zu seiner eigenen Religion? Der französische Schriftsteller Emmanuel Carrère stellt die Gretchenfrage: In seinem Buch „Das Reich Gottes“ vertieft er sich in die Anfänge des Christentums und fragt nach der Kraft, mit der es gelang, an Dinge zu glauben, gegen die der Verstand rebelliert und eine revolutionäre Ethik zu vertreten, die den Schwachen zum Starken erklärt. Mal ironisch, mal mit dringlichem Ernst zeichnet Carrère das Fresko einer antiken Welt, die in vielen Zügen unserer heutigen ähnelt – und er begegnet dabei sich selbst. Emmanuel Carrères Buch ist ein Bibelkrimi – aber ein besonderer: Der erste Teil umfasst autobiografische Angaben des Verfassers, die zeigen, warum er sich die Frage stellt, wie es sein kann, dass ein aufgeklärter Mensch des 21. Jahrhunderts noch gläubiger Christ sein kann. Dann folgt die romanhafte Gegenüberstellung zweier großen Theologen des Christentums in der Beschreibung des Apostels Paulus und des Evangelisten Lukas. Diese Gegenüberstellung haben mir die Paulusbriefe, das Lukas-Evangelium und die Apostelgeschichte neu auf lehrreich-unterhaltsame und zugleich spannende Art nahegebracht. Gleichnisse vom Reich Gottes Gerade im …