Jahr: 2020

Valentins Welt: Othello

Hallo, Valentin hier. Habe ich schon erzählt, dass ich krank war? Es fing ganz harmlos an, ich fühlte mich müde und schlapp. In solchen Situationen suche ich immer eine schöne kleine Ecke, in der ich ganz für mich sein kann. Dass mit mir wirklich etwas nicht stimmte, merkte ich in dem Augenblick, als mir der Thunfisch nicht mehr schmeckte. Ich bekam den Fisch einfach nicht runter und bin dann unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Das passiert sonst nie, nie, nie.Dann musste ich zum Tierarzt, Blutuntersuchung, ins Maul gucken lassen, abtasten, warten und dennoch kein Ergebnis. Ich weiß immer noch nicht, was ich genau hatte. Aber ich bekam dann Antibiotika und eine Spritze gegen Übelkeit und Schmerzen und siehe da, kaum war ich zu Hause, schon hatte ich wieder Hunger. Jetzt ist alles wieder gut und mir geht es prima.Ich habe mir gedacht, dass ich heute mal meine Mitkatzen vorstelle und Dir sage, was ich von den beiden alles gelernt habe oder vielleicht auch lernen könnte.Heute möchte ich Dir Othello vorstellen. Er ist am längsten hier und …

Unser Musiker am Sonntag: York Ostermayer, Querflöte und Bassklarinette

Wie bist Du Sie zur Musik gekommen?Ich glaube meine Mutter war Schuld… 🙂 Sie hat mir mit 12Jahren zu Weihnachten eine Querflöte geschenkt. Ich hätte mich zwar mehr über eine elektrische Eisenbahn gefreut aber ich habe das erstmal so hingenommen. Mit 16 kam das erste Saxophon dazu und dann gab es mit Kumpels die erste Band. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?Ich glaube es war die unkonventionelle Art und jazzige Musik von Joni Mitchell (meine erste Schallplatte), die mich begeistert hat. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Ich liebe es in Kirchen zu spielen! Die Räume habe eine Konzentration und klingen (grade für Bläser) großartig. „Höher, schneller, weiter“ bleibt draußen… Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?Was den Jazz angeht bitte nach Amerika der 40er bis 50er Jahre. Aber auch sehr gerne in die 70er! Der coole Funk! Wow! Aber ich freue mich sehr auf die Zukunft, da ich gerade ein ElectroJazz Album mache… 🙂

Wie soll ich Dich empfangen?

Ein Wort für „herzlich empfangen“ mit sieben Buchstaben im Kreuzworträtsel? Das ist kein wirklich schweres Rätsel und die Lösung lautet in den meisten Fällen „umarmen“. Wenn es bei dieser Frage allerdings nicht um ein schriftliches Lösungswort geht, sondern um die Art und Weise, wie ich mich verhalte, dann finde ich die Antwort zusehends schwieriger. Viele Formen und Gewohnheiten der herzlichen Begrüßung, die ich jahrelang gepflegt habe, sind in diesen Tagen der Corona-Pandemie nicht mehr angemessen. Denn gerade bei den Zeichen körperlicher Nähe und liebevoller Vertrautheit breitet sich auch das Corona-Virus besonders schnell aus. Schmerzvolle Unsicherheit für Zeichen der Vertrautheit Oft muss ich in diesen Tagen deshalb an das Adventslied denken: „Wie soll ich Dich empfangen und wie begegnen Dir?“. Johann Sebastian Bach hat es in der ersten Kantate seines Weihnachtsoratoriums unterlegt mit der Melodie, die wir aus einem Choral der Passionszeit kennen: „O Haupt voll Blut und Wunden“. Ursprünglich ist diese Melodie von Hans Leo Haßler sogar für ein Liebeslied komponiert: „Mein Gemüt ist mir verwirret.“ Die schmerzvolle Unsicherheit einer Begegnung ist in dieser Musik …

Unsere Musiker am Sonntag: Biljana Wittstock, Johannes Euler und Sora Lee

Biljana WittstockWie bist Du Sie zur Musik gekommen?Die Musik ist zu mir gekommen und nie wieder gegangen!Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?Meine Familie und meine Chöre – insbesondere Chorleiter*innen und Musiker*innen, mit denen ich viel musiziert habe.Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Das besondere am Singen in Kirchen ist für mich das Gefühl, überall auf der Welt in der Christlichen Gemeinschaft ein Zuhause zu haben. Der kleinere Raum eurer Hauskirche ermöglicht ein besonders persönliches Zusammensein.Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen?Ich würde gerne einmal in der Venizianischen Mehrchörigkeit im Chor singen. Johannes Euler Wie bist Du Sie zur Musik gekommen?Ich bin durch meine Eltern sehr früh zur Musik gekommen und habe mich schnell in viele verschiedene Musikrichtungen verliebt. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst?Meine Eltern, der Dirigent Frans Brüggen und viele andere Persönlichkeiten. Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen?Eine Kirche hat für mich immer eine ganz besondere und sehr individuelle Atmosphäre. Besonders …

Auf ein Neues…

Am vergangenen Sonntag, oder genauer gesagt, am Samstagabend mit der ersten Vesper hat ein neues Kirchenjahr begonnen. Das vergangene stand größtenteils unter dem Schatten des Corona-Virus und hat uns im ersten Lockdown ja selbst Kirchen ohne Gottesdienste erleben lassen. Vor allem das höchste Fest, Ostern, war für viele eine eigenartige Erfahrung: Eine Mitfeier der Kar- und Ostertage war, wenn überhaupt, nur per Livestream möglich. Sehr eindrücklich stehen mir noch die Bilder vom Karfreitag vor Augen, als Papst Franziskus einsam auf dem Peterplatz vor dem „Pestkreuz“ steht – im Regen. Nun können wir zwar schon eine geraume Zeit wieder Gottesdienste miteinander feiern, aber es ist so ganz anders als vorher… Auf dem Weg zur Freiheit Mit dem ersten Advent wechselt auf das Evangelium. Haben wir im vergangenen Jahr an den meisten Sonntagen Abschnitte aus dem Matthäusevangelium gehört, lesen wir in diesem Jahr in erster Linie Abschnitte aus dem Markusevangelium. Anselm Grün hat seine Auslegung des Markusevangeliums „Jesus – Weg zur Freiheit“ überschrieben. In der Einleitung schreibt er: „Das ganze Matthäusevangelium ist durchzogen von der Auseinandersetzung Jesu …

Unsere Musiker am Sonntag: Axel La Deur und Thomas Zander

Axel la DeurWie bist Du Sie zur Musik gekommen? Zuhause wurde gesungen und mein Großvater spielte Gitarre und Mandoline, sang dazu und dichtete eigene Lieder. Das Musikantische in mir kommt sicherlich von ihm.Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Klaus Wunderlich. Eindeutig.Was bedeutet es für Dich, in einer Kirche und insbesondere in unserer Hauskirche zu spielen? Als Organist erübrigt sich diese Frage, aber die Wirkung eines großen Klanges in einem großen Raum ist wohl das Beeindruckendste für mich.Stell dir vor, Zeitreisen sind möglich: In welcher musikalischen Epoche möchtest Du einmal eintauchen? Dem alten Bach hätte ich gern mal über die Schulter geschaut. Interessant wäre auch ein Blick in die Zukunft… Thomas ZanderWie bist Du Sie zur Musik gekommen?Durch meinen Vater, der begeisterter Hobbymusiker war, gehörte Musik hören und Musik machen schon von Anfang an zu meinem täglichen Erleben. Eine Erzählung nach sah ich bei einer großen Samstagabendshow im Fernsehen einen Saxophonisten und war so begeistert, dass ich auf ihn gezeigt habe und sagte, das wolle ich auch. Meine Eltern haben das wahrgenommen und haben mir …

Niemand ist vergessen

Wir laden ein zu einem gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen,die uns nahe waren,an die niemand mehr denkt,die wir vermissen und die uns Gutes getan haben. Innerhalb dieser Feier werden die Namen der Toten, die uns bis dahin genannt worden sind in die Nacht hinein gesungen – so erklingen ihre Namen noch einmal und werden so gewürdigt. Vigilfeier für unsere Verstorbenen21.11.202020.00 Uhrmit Thomas Siebert, Bassetthorn Mehr zu Thomas Siebert liest Du hier Der Gottesdienst wird live im Internet übertragen: Livestream auf Youtube

Szegediner Gulasch vegetarisch

Wer an Gulasch denkt, denkt vermutlich an saftige Fleischstückchen in dunkler Soße, oder? Aber das muss nicht sein und vegetarisch essen geht auch deftig und es schmeckt rundum gut. Den Beweis macht dieses Rezept. Szegediner Gulasch kommt aus der Stadt Szeged im Süden Ungarns. Und ich erinnere mich, dass es das erste größere Rezept war, was wir im Kochunterricht mit einem Schnellkochtopf in der Schule gekocht haben. Daher habe ich zu diesem Gericht immer eine besondere Affinität. Und weil es sehr gut in diese Jahreszeit passt, habe ich hier ein schönes Rezept für Dich.Zutaten1 EL Sonnenblumenöl100 g Tofu2 große Zwiebel(n)1 Tasse Wasser (ca. 200 – 250 ml Inhalt)1 EL Paprikapulver, edelsüß4 Tomaten oder etwa eine halbe Dose1 LorbeerblattJodsalz und Pfeffer500 g Sauerkraut, frisches2 große Kartoffeln2 EL Rübenkraut3 EL saure SahneZubereitung1. Tofu würfeln, mit Salz und Pfeffer würzen2. Zwiebeln würfeln3. Tofu und Zwiebeln in heißem Öl anbraten4. Mit Wasser ablöschen5. Paprika und kleingeschnittene Tomaten hinzugeben – alles 30 Minuten kochen6. Dann Sauerkraut und Lorbeerblatt dazu geben und mit Salz und Pfeffer würzen.7. Kartoffeln fein reiben und …