Monate: August 2018

Im Schweiße meines Angesichts

Im Schweiße meines Angesichts Ich bin ein Mensch, der die Wärme liebt. Von daher kann ich das herrliche Wetter und auch die Temperaturen größtenteils einfach nur genießen. Aber sie bringen mich natürlich auch mit einem Anteil meines Körpers in Kontakt, die ich sonst selten so unerbittlich erlebe: mit meinem Schweiß. Alles fließt, alles klebt – ob ich sitze, stehe oder gehe. Und so manches Mal musste ich an den Fluch über Adam und Eva denken, der am Anfang der Bibel steht und den auch viele überhaupt nicht mehr kirchlich orientierte Menschen als Redewendung gut kennen: Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen. So steht es in der Schöpfungsgeschichte im ersten Buch der Bibel. Die natürlichste Klimaanlage der Welt Mediziner sind da ganz anderer Meinung. Für sie ist der Schweiß ein wirklicher Segen für uns, er ist sozusagen die natürlichste Klimaanlage der Welt, sie funktioniert Tag und Nacht, genau nach Bedarf. Denn die Hitze kann innere Organe und vor allen Dingen die hochempfindlichen Gehirnzellen beeinträchtigen und schädigen. Beim Schwitzen entsteht eine Verdunstungskälte und dadurch …

Impuls am Sonntag: Hans-Jürgen Marcus

Hans-Jürgen Marcus stellt sich vor:   Alter: Ich gewöhne mich seit einem halben Jahr daran, 60 Jahre alt zu sein. Beruf: Seit gut einem Jahr arbeite ich für das Bistum Hildesheim als Coach für Führungskräfte. Ich berate und begleite Führungskräfte aus dem kirchlichen und nichtkirchlichen Bereich insbesondere in Einzelberatung und stehe für Führungskräftetrainings zur Verfügung. Darüber hinaus bin ich noch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender eines katholischen Krankenhausverbundes mit 15 Häusern in ganz Deutschland. Letzteres schließt daran an, dass ich bis vor eineinhalb Jahren Diözesancaritasdirektor war und Sprecher der Caritas in Niedersachsen. Was bedeutet Ihnen Glaube? Wenn ich in die Nähe Gottes komme, muss ich kein toller Hecht sein. Der Glaube an Gott führt mich zum Engagement für die Menschen und lässt mir Luft, das Leben in Gottes gefährdeter und geliebter Welt zu genießen. Das klappt nicht immer, aber immer mal wieder. So erlebe ich mein Leben als sinnvoll und intensiv. Welcher Satz (Zitat, Weisheit…) ist Ihnen wichtig? „Brandstifter sollen wir sein – nicht Feuerwehrmänner!“ (P. Rochus Spieker, OP) Welches Buch hat Sie am meisten inspiriert und worin bestand …

Wahrheit befreit

Wahrheit befreit Wir kennen das alle: Wenn es anscheinend unserm Vorteil zuträglicher war, haben wir schon einmal die Unwahrheit gesagt. Da ist oft kein großes Lügengespinst notwendig: einfach mal eben gesagt „Das habe ich nicht gemacht…“ – auch wenn es der Wahrheit nicht entspricht. Wir hoffen, dass Notlügen und kleine Unwahrheiten, uns vor Erklärungen schützen, die gegebenenfalls peinlich sein und uns in die Bredouille bringen können. Wenn dann irgendwann auffliegt, dass unsere Aussage falsch war, stehen wir nicht nur als Lügner dar, sondern haben auch das Vertrauen, das andere in uns gesetzt hatten, enttäuscht. Der Evangelist Johannes schildert ein Streitgespräch Jesu mit den Juden und zitiert: „Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wahrhaft meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien.“ (Joh 8,31f) Lüge versus Wahrheit Am vergangenen Wochenende konnte man auf der Titelseite der Sonntagsbeilage „Sonntag“ zur Hannoverschen Allgemeinen Zeitung einen Artikel lesen, der sich diesem Thema widmete. „Wenn die Lüge siegt“, lautete die Überschrift (hier nachzulesen: http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Fake-News-Wenn-die-Luege-siegt). Darin beschreibt der Autor, Dirk Schmaler, dass „Fake …

Agnes Hapsari

Unsere Musikerin am Sonntag:  Agnes Hapsari

Unsere Musikerin am Sonntag: Agnes Hapsari Wie bist Du zur Musik gekommen? Ich komme aus einer Familie, in der Musik eine zentrale Rolle spielt. Obwohl mein Vater Elektroingenieur von Beruf ist, singt er sehr oft und spielt Gitarre und Klavier/Orgel. Er hat bei uns in der Kirchengemeinde den Chor geleitet. So kam ich auch früh mit der Musik in Berührung. Mit vier habe ich erstmal elektrische Orgel gelernt, und mit sieben dann Klavier. Mit zehn habe ich zum ersten Mal den Chor in meiner Schule an der Orgel begleitet, wenig später dann den Chor, den mein Vater geleitet hat. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Bernd Homann, mein ehemaliger Jazzklavierlehrer an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Er hat mich stets motiviert, über die „Regeln“ hinaus zu spielen und improvisieren, aber vor allem bei mir selber treu zu bleiben. Prof. Jim Daus Hjernoe, mein Pop- und Jazzchorleitungslehrer an der Royal Academy of Music Aarhus/Aalborg, hat mich mit seinen neuen pädagogischen und Improvisationsmethoden in der Chorszene sehr inspiriert. Malene Rigtrup, meine Lehrerin auch an der Royal Academy of Music Aarhus/Aalborg. Von ihr konnte ich sehr …