Monate: Juni 2016

spiritueller Urlaub

Spiritueller Urlaub – 11 Tipps

Spiritueller Urlaub –  11 Tipps Also, es ist soweit – die Schulen haben geschlossen, die Sonne ist immer mal wieder da und es ist endlich die Zeit, Urlaub zu machen. Ein paar Tage an einem netten, zumeist sonnigen Ort entspannen, gut essen, lange schlafen, sich in der üppig vorhandenen Sonne bräunen, abends lange aufbleiben, ohne an morgen denken zu müssen, und vielleicht die eine oder andere kulturelle Sehenswürdigkeit ansehen und Museen mit bedeutungsschwerem Nicken durchwandern. Ja, so kann es werden – und? Klingt doch gut, oder? Aber – ja, aber vielleicht willst Du Deinen Urlaub auch nutzen, um Deine Seele besser zu nähren und nicht nur Deinen Magen. Du kannst nämlich diese Zeit auch nehmen, um Dich in Dein spirituelles Leben intensiver einzuüben. Auch Deine Seele braucht Urlaub, aber nicht Urlaub im Sinne von nichts tun, sondern im Sinne von genährt werden: ein spiritueller Urlaub. Wir wollen Dir hier 10 Tipps an die Hand geben, was Du in Deinem Urlaub machen kannst und Du Dir so etwas sehr Gutes tun wirst. So wird Deine Zeit …

Alles ruht in Gott

Ich aber, HERR, ich vertraue auf dich, ich sage: „Mein Gott bist du!“ In deiner Hand ist mein Geschick. Ps 31,15f Dieser Psalmvers begleitet mich seit fast dreißig Jahren. Damals lebte ich als Benediktiner in der Abtei Königsmünster und wir Novizen wählten ihn als unseren Professspruch. Mein Leben hat mich weitergeführt, aber die fünf Jahre im Kloster haben es nachhaltig geprägt. Vieles in dieser Zeit Erlernte ist mir innerer Halt und Heimat geworden – insbesondere das Beten und Meditieren der Psalmen. Der 31. Psalm wird im Wochenrhythmus des deutschsprachigen benediktinischen Stundengebetes in der Komplet am Freitag gesungen. Die seelenreinigende Kraft dieser letzten Gebetszeit des Tages ist nicht zu unterschätzen: der Rückblick auf den Tag, der gleichmäßig schwingende Wechselgesang in den nächtlich dunklen Kirchenraum hinein, der täglich gleiche Hymnus, das Anvertrauen an die Gottesmutter im letzten Lied des Tages – das alles sind Vorboten eines geruhsamen Schlafes nach einem anstrengenden, vielleicht aufreibenden, hektischen, ausgelassenen oder gar traurigen Tag. Auch die Worte der in der Komplet gesungenen Psalmen tun ihr Übriges: von der Zuflucht bei Gott, vom …

Ehrenamt

Ehrenamt – jede Fähigkeit zählt

Ehrenamt – jede Fähigkeit zählt Sich ehrenamtlich zu engagieren – klingt nicht immer so, dass man gleich hier schreit. Neben dem Job und der Familie auch noch woanders arbeiten und das ohne Geld? Warum sollte man das tun? Aber unsere Gesellschaft lebt davon, dass wir uns engagieren und nicht nur darauf achten, ob unser Konto auch etwas davon mitbekommt. Vielleicht füllt Dich Dein Job nicht ganz aus? Oder Du bekommst Notsituationen anderer mit und würdest gerne helfen? Es gibt viele gute Gründe, sich ehrenamtlich zu engagieren und so die eigene Zeit noch sinnvoller zu nutzen. Dabei gibt es so viele unterschiedliche Möglichkeiten dazu – mehr als Du denkst. Jede Fähigkeit findet ihren Ort, da kannst Du sicher sein. Wir stellen Dir hier einmal zehn teilweise eher ungewöhnlichere Einsatzorte vor – vielleicht regt das Dein Interesse an – das würde uns freuen. 1. Fledermauszentrum Vielleicht könnte hier ein Ort für Dich sein. Hier werden verletzte und behinderte Fledermäuse behandelt und gepflegt. Deine Aufgabe wäre es: die Tiere zu füttern und beim Auswildern zu helfen. Das Futter …

Glaube zum Anfassen

Glaube zum Anfassen

Glaube zum Anfassen Was braucht man, um zu glauben und seinen Glauben zu leben? Ich meine jetzt nicht sowas wie: Überzeugung, Vertrauen in Gott, Wissen über Glaubensinhalte – das ist alles wichtig, aber doch nicht das, was ich hier und heute ansprechen möchte. Ich meine tatsächlich, was man braucht, um seinen Glauben zu leben. Welche Dinge man sich also anschafft, um sein geistliches Leben zu vollziehen. Religiöses Leben braucht immer irgendwelche Gegenstände – gerade in den großen Kulten braucht es Kerzen, Kleidung und Gefäße, die der heiligen Handlung dienen sollen. Oft werden diese Gegenstände besonders aufbewahrt und dürfen nur für diesen einen Zweck benutzt werden. Nicht selten gibt es genaue Angaben, wie solche Dinge hergestellt werden müssen, welches Material, welche Form, zu welcher Jahreszeit und Stunde der Prozess der Herstellung zu geschehen hat. So wird den Gegenständen das Besondere geschenkt. Man nennt das auch die Alterität, das Andere, dass letztlich in gewisser Weise willkürlich gesetzt ist und aus dem religiösen Rahmen heraus Sinn macht. Der brennende Dornbusch war nichts anderes als ein Stück Erde und …

10 Tipps zum Wohlgefühl

Mit diesen 10 Tipps zum Wohlgefühl

Mit diesen 10 Tipps zum Wohlgefühl Man könnte ja meinen, dass bei einem solch schönen Wetter alles irgendwie wie geschmiert läuft. Jeden Morgen gute Laune, immer froh gestimmt, kein Wässerchen kann man trüben. Schön wäre es…. war es? Das hieße ja, dass man im Winter oder an trüben Novembertagen stets miesepetrig herumläuft und mit verweinten Augen den Tag gerade so durchsteht. Zwar reagieren manche Zeitgenossen und -genossinnen durchaus auf neblige Herbsttage, aber niemand ist immer betrübt, wenn es neblig wird. Von daher sind wir auch nicht allesamt und alle Tage frohgelaunt, wenn es so hell, warm und licht ist. Auch diese Tage können es in sich haben und es einem schwer machen, sich darin noch wohl und behaglich zu fühlen. Es ist komisch, dass wir nirgends wirklich lernen, mit solchen Phänomenen umzugehen: Wie gehe ich mit meiner Angst um? Was mache ich, wenn meine Stimmung von einer dunklen Wolke überschattet wird? Wie kann ich mich aufheitern und selber unterstützen? Da heißt es also learning by doing, Bücherlesen und trial and error. Nun – der Weg …

Ich werde Dich schauen!

In unserer Psalmenreihe hat uns Äbtissin Bärbel Görcke aus dem Kloster Mariensee ihren Lieblingsvers gedeutet Welcher Psalm-Vers gefällt Dir besonders gut oder hat für Dich persönlich eine besondere Bedeutung? Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde. (Psalm 17.15) Wie würdest Du den Vers in Deiner eigenen Sprache formulieren und welche Bedeutung hat der Vers für Dich persönlich? In meinem ganzen Leben möchte ich wachsen in der Liebe zu dir, denn du wirst mich zurechtbringen. Dann kann ich dich sehen, wie du bist. In der Liebe kann ich dich in deinem tiefsten Wesen erkennen. Du, nach dem ich mich sehne und auf den ich immer schon zugehe, wirst all meine Sehnsucht stillen. Dieses Wort hat mich gefunden, als ich schon lange das Gefühl hatte, auf einer Wanderung durch die Wüste zu sein. Ich fühlte mich wie gelähmt und mit wenig Hoffnung. In der Fastenzeit hatte ich das Gefühl, Christus entgegen zugehen. Dann sang ich am Karsamstag diesen Psalm und fand dadurch zu meinem persönlichen Ostern: der Erfahrung …

Oliven im Teigmantel

Aus der Klosterküche: Oliven im Teigmantel

Oliven im Teigmantel Gerade in diesen sonnigen Tagen, wo man abends gerne mit einem kühlem Glas Weißwein noch auf dem Balkon oder im Garten sitzt, da braucht es etwas Besonderes zum knabbern. Hier kommt ein Rezept, das ganz nach meiner Art ist: einfach und unkompliziert aber nicht weniger interessant: Oliven im Teigmantel Zutaten 300 g Mehl 250 g Butter, leicht angekühlt 500 g Käse, mittelalten Gouda 2 Prisen Salz 2 Teelöffel Italienische Kräuter Paprikapulver 400 g Oliven, gefüllt mit Paprikapaste, Abtropfgewicht Aus dem Mehl, der Butter, dem geriebenen Käse und den Gewürzen knetest Du einen geschmeidigen Teig und formst mehrere Rollen mit einem ungefähren Durchmesser von 5 cm daraus. Dann legst Du die Teigrollen in den Kühlschrank. Dabei geht es darum, dass der Teig Dir nicht wegfließt – gerade im Sommer und wenn Du weiche Butter genommen haben solltest.. Damit er aber auch nicht zu fest wird, solltest Du ihn auch nicht zu lange kühlen. Den Backofen auf 225°C vorheizen. Die Rollen aus dem Kühlschrank nehmen und in Scheiben von ca. 1 cm Dicke schneiden. Ich …

Unsere Musiker am Sonntag: Ane Kristin Holmer und Werner Nienhaus

Unsere Musiker am kommenden Sonntag, den 5.6.2016 Wie bist Du zur Musik gekommen? Ane Kristin Holmer: Bei uns zuhause in Wilhelmshaven stand ein Klavier und meine Eltern machten beide Hausmusik. So bekam ich im Alter von 6 Jahren Blockflöten- und Klavierunterricht. Werner Nienhaus: Wir hatten zuhause auf unserem Bauernhof eine Nenntante, die anregte, dass ich unbedingt Klavierunterricht bekommen sollte. Zeitgleich mit meiner Einschulung erhielt ich dann wöchentlich Unterricht bei dem Kantor unserer Gemeinde im Münsterland. Wer hat Dich musikalisch am meisten beeinflusst? Ane Kristin Holmer: Stark beeinflusst hat mich mein erster Klavierlehrer Paul Lehrke, der nicht nur ein hervorragender Instrumentalpädagoge, sondern auch musikgeschichtlich ungeheuer belesen war. Ich habe noch zu Studienzeiten tiefgreifende Gespräche über Musikästhetik geführt. Nach dem klassischen Musikstudium an der Folkwang Hochschule in Essen-Werden begann ich meinen Schuldienst am Gymnasium Lehrte. Durch den Aufbau der schuleigenen Big Band, Bläserklassen und Chorklassen kam ich in Kontakt mit ganz anderen musikalische Richtung, die mich natürlich auch stark beeinflussten. Werner Nienhaus: Einerseits bin ich stark verwurzelt in der Kirchenmusik; Chorleitung und Orgelspiel sind für mich bis …

Wie ich die Opferrolle verlasse

Wie ich die Opferrolle verlasse.

Wie ich die Opferrolle verlasse Es ist eine Krankheit, die sehr weit verbreitet ist. Und jeder kennt Menschen, die davon betroffen sind – vielleicht Du ja auch? Naja, zumindest hat jeder etwas davon. Ich spreche von der Opferrolle. Und ich sage Dir, das ist eine ganz schlecht bezahlte Rolle und doch ist sie sehr beliebt. Wer die Opferrolle annimmt, der hat die größte Garantie, dass sich nichts ändert, denn in der Opferrolle übernimmt man die Meinung, dass die anderen sich ändern müssen, die einem so viel Böses antun. Jeder Therapeut, Berater, Coach und Seelsorger kann ein Lied davon singen, wenn ein Mensch zu ihm kommt, der sich als Opfer sieht. Dabei kann man oft wirklich nur zu gut verstehen, dass jemand sich so bewertet. Die Eltern früh gestorben oder gewalttätig, der Vater Alkoholiker, Missbrauch, Heimaufenthalte, Mobbingerfahrungen, von Freunden verlassen worden, der Job gekündigt, Schulden bis über beide Ohren, vielleicht noch eine schwere Krankheit, die nächste Scheidung steht vor der Tür, der Ehepartner ist schon lange mit jemand anderem glücklich und hat daher das gemeinsame Haus …